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Was kostet ein Auto im Monat? Unterhaltskosten, Finanzierungskosten und Beispielrechnungen

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Zu den Quellangaben

Die monatlichen Kosten für ein Auto sind natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig. Wird das Auto komplett bezahlt oder entstehen Finanzierungskosten? Wie alt und wie groß ist das Auto? Doch in etwa lassen sich die Unterhaltskosten für ein Auto durchaus berechnen. Lesen Sie, aus welchen Kosten sich der Betrag zusammensetzt. Im Anschluss finden Sie Beispielrechnungen für unterschiedliche Wagentypen.

Woraus setzen sich die monatlichen Kosten des Autos zusammen?

Die monatlichen Kosten des Autos setzen sich aus unterschiedlichen Kostenpunkten zusammen. Diese sind:

Monatliche Kosten im Überblick:

Anschaffungskosten
Finanzierungskosten
Spritkosten
Kfz-Versicherung
Kfz-Steuern
Wertverlust bzw. Wertminderung
Wartungskosten

Das ist wichtig

Die meisten Menschen kalkulieren für ein Auto monatliche Kosten von durchschnittlich 200 EUR. Damit lässt sich ein Kleinwagen unterhalten, die Kosten für einen Mittelklassewagen betragen etwa das Doppelte. Das sind jedoch lediglich die Unterhaltskosten, die Kosten für die Finanzierung des Autos selbst sind nicht mitgerechnet.

Um die vollständigen Kosten für das Traumauto vorab einschätzen zu können, sollten Sie differenziert rechnen und auch den Anschaffungspreis bzw. die Finanzierung und die Wertminderung einkalkulieren. Als Beispielrechnung dient üblicherweise ein gebrauchter VW Golf V, hierbei handelt es sich um das beliebteste Modell in Deutschland.

Die Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten sind besser planbar als die Unterhaltskosten. Sie schwanken erheblich, je nachdem, ob es sich um einen Gebrauchtwagen oder Neuwagen handelt. Die Wertminderung ist bei einem Neuwagen normalerweise am höchsten.

Dafür können neue Autos aber durch einen niedrigeren Spritverbrauch und niedrigere Kosten für die Wartung punkten. Die Versicherungskosten können bei einem Gebrauchtwagen ebenfalls höher sein. Hierbei kommt es natürlich darauf an, wie alt der Gebrauchtwagen ist.

Im Allgemeinen ist der Kauf eines Gebrauchtwagens aber günstiger, sofern das Auto regelmäßig gewartet wurde und noch nicht zu alt ist. Der ADAC ermittelt Jahr für Jahr die durchschnittlichen Preise für Gebrauchtwagen. An diesen Daten können Sie sich vor dem Kauf orientieren.

Finanzierungskosten bei einer Kreditfinanzierung

Egal ob Sie das Auto neu oder gebraucht kaufen, die Finanzierungskosten sollten ebenfalls bedacht werden. Wird das Auto nicht sofort abbezahlt, sondern über eine Finanzierung gekauft, entstehen zusätzliche Kosten durch die Kreditraten und Zinsen. Autohäuser bieten die Kreditfinanzierung beim Autokauf in der Regel an, doch nicht immer dieses Angebot auch das beste. Um den günstigsten Kredit zu finden, sollten Sie über einen Kfz-Kreditvergleich die Finanzierungskosten der Kreditfinanzierung verschiedener Anbieter vergleichen.

Die monatlichen Spritkosten

Die monatlichen Spritkosten hängen vom Autotyp und von den gefahrenen Kilometern ab. Bisher lag der Diesel bei den Spritkosten vorn, er galt als günstiger. Aufgrund der Abgas Skandale und der daraus resultierenden Entwicklung kann allerdings keine allgemeingültige Empfehlung mehr für einen Diesel gegeben werden. Denn es ist ungewiss, wie sich die Kosten entwickeln werden.

Tipp

Die Benzinkosten hängen natürlich von der Fahrzeuggröße und dem Verbrauch ab. Je neuer und effizienter ein Fahrzeug ist, desto niedriger sind die Spritkosten. Die Benzinkosten sind der am stärksten variable Faktor, wenn es darum geht, die monatlichen Aufwendungen für ein Auto zu berechnen. Je nachdem wie viel das Auto verbraucht oder je nachdem wie viel Sie fahren, schwanken diese beträchtlich.

Die Kosten für die Kfz-Versicherung

Auch die Kfz-Versicherung ist kein fester Kostenfaktor. Die Höhe der jährlichen Beiträge richtet sich nach verschiedenen Parametern. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Kosten für die Kfz-Versicherung.

Folgende Faktoren beeinflussen den Preis der Kfz-Versicherung:

Typklasse des Fahrzeuges
Fahrerkreis
gefahrenen Kilometer pro Jahr
der Zulassungsbezirk
der Schadensfreiheitsrabatt
Fahranfänger oder nicht

Grundsätzlich zahlen Fahranfänger mehr für ihre Kfz-Versicherung, da die Versicherung von einem erhöhten Unfallrisiko ausgeht. Die Kosten lassen sich jedoch reduzieren beispielsweise im den der Wagen als Zweitwagen über die Eltern versichert wird. Auch die Übertragung des Schadensfreiheitrabattes ist möglich. Viele Kunden vereinbaren auch eine Selbstbeteiligung, um die Kosten zu senken.

Grundsätzlich zahlen Fahranfänger mehr für ihre Kfz-Versicherung, da die Versicherung von einem erhöhten Unfallrisiko ausgeht. Die Kosten lassen sich jedoch reduzieren beispielsweise im den der Wagen als Zweitwagen über die Eltern versichert wird. Auch die Übertragung des Schadensfreiheitrabattes ist möglich. Viele Kunden vereinbaren auch eine Selbstbeteiligung, um die Kosten zu senken.

Das ist wichtig

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann nicht umgangen werden, da sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Diese Versicherung zahlt für Schäden, die Autofahrer bei anderen Verkehrsteilnehmern verursachen. Weitere Versicherungskosten sind jedoch freiwillig wie beispielsweise die Teil- oder Vollkasko.

Die Kaskoversicherung zahlt für den Fall, dass das eigene Fahrzeug beschädigt wird beispielsweise bei einem selbstverursachten Unfall, bei einem Wildunfall oder einem Brand. Auch für durch andere verursachte Schäden, bei denen niemand haftbar gemacht werden kann, wie beispielsweise Vandalismus zahlt die Vollkaskoversicherung.

Ob sich eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für Ihr Kfz Modell lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je neuer und hochwertiger der Wagen, desto eher lohnt sich eine solche Versicherung.

Bleiben wir wieder beim Modellauto VW Golf IV. Die Versicherung für dieses Auto kostet zwischen 100 und 1000 EUR im Jahr je nachdem, welche Versicherungsform gewählt wird und welche Voraussetzungen bestehen. Im Falle von Teilkasko und der Schadensfreiheitsklasse vier kostet die Versicherung etwa 500 EUR im Jahr.

Die Kosten der Kfz-Steuer

Neben den Kosten für die Finanzierung, für Benzin und Versicherungen zahlen Autofahrer in Deutschland auch Steuern auf ihr Fahrzeug. Über die Kfz-Steuer sollen Instandhaltung und Neubau von Infrastruktur in Deutschland finanziert werden. Die Höhe der Kfz-Steuer richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Je mehr Schadstoffe ein Auto ausstößt, desto höher ist in der Regel die Kfz-Steuer. Für die genaue Berechnung der Kfz-Steuer bietet das Finanzministerium Ihrer Stadt einen Steuerrechner an. Die Kosten richten sich nach verschiedenen Faktoren:

Folgende Faktoren beeinflussen den Preis der Kfz-Steuer:

Größe des Hubraums
Tag der Erstzulassung
Schadstoffausstoß

Gemessen am Beispiel des Golf V betragen die Steuern zwischen 100 und 300 EUR pro Jahr.

Der Wertverlust des Autos

Die Wertminderung ist ein enormer Faktor, der sich auf die Kosten für ein Auto auswirkt. Viele Verbraucher vergessen diesen Kostenfaktor bei der Berechnung der monatlichen Kosten für ihr Auto. Bei einem Neuwagen ist der Wertverlust innerhalb der ersten Jahre enorm. Bereits im ersten Jahr kann die Wertminderung eines Neuwagens bei 25 % liegen.

Danach beträgt die Wertminderung in etwa 5-6 % des Kaufpreises je nach Modell pro Jahr. Der Verlust richtet sich auch danach, welche Art des Fahrzeuges es ist, wie beliebt das Modell ist und in welchem Zustand das Kfz bei einem möglichen Wiederverkauf übergeben wird. Um die Wertminderung gering zu halten, sollten Sie Ihr Auto gut pflegen und regelmäßig warten lassen.

Achtung!

Ein Neuwagen verliert im ersten Jahr enorm an Wert. Die Wertminderung beträgt bist zu 25 %. Der Verlust beim Gebrauchtwagen ist bekanntlich niedriger, da schließlich die größten Verluste im ersten Jahr entstehen.

Die Wartungskosten beim Auto

Auch die Wartungskosten sind ein beträchtlicher Faktor. Bedenken Sie, dass Sie nicht nur die Finanzierung für das Auto zu zahlen haben, sondern dieses auch regelmäßig warten lassen müssen. Alle zwei Jahre fallen die Kosten für die Hauptuntersuchung an, diese belaufen sich auf etwa 100 EUR. Der jährlich empfohlene Ölwechsel kostet ebenfalls etwa 100 EUR.

Achtung!

Weniger gut im Vorhinein abschätzen lassen sich Kosten, die durch den Verschleiß von Autoteilen entstehen. Je älter das Auto, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kfz Teile ausgetauscht werden müssen. Bei modernen Autos verursachen elektronische Bauteile in der Regel die höchsten Kosten.

Hinzu kommen außerdem Kosten, die gegebenenfalls nicht durch die Versicherung abgedeckt sind wie beispielsweise Vandalismus oder Unfälle. Experten rechnen bei einem Golf V mit Kosten von etwa 30 EUR im Monat.

Beispielrechnungen für die monatlichen Kosten von drei unterschiedlichen Automodellen

Beispielrechnung für einen Kleinstwagen
Beispielrechnung für einen Mittelklassewagen
Beispielsrechnung für einen Oberklassewagen

Beispielrechnung für einen Kleinstwagen, Citroën C1 VTi 68 Start

Für diese Beispielrechnung betrachten wir die Unterhaltskosten für einen Kleinstwagen, der mit einem Neuwagenpreis von 9090 Euro fünf Jahre lang genutzt wird. Die jährliche Fahrleistung beträgt 15.000 km. Dieser Beispielwagen hat einen Durchschnittsverbrauch von 4,1 l Super auf 100 km.

Gehen wir von einer Kreditfinanzierung aus, belaufen sich die Finanzierungskosten auf etwa 314 EUR im Monat bei einer Laufzeit von fünf Jahren.

Hinzukommen etwa 72 EUR Fixkosten bestehend aus Steuern und Versicherungen, etwa 90 EUR Betriebskosten und ca. 40 EUR Wartungskosten. Der Wertverlust berechnet sich durch den Neupreis abzüglich dem Restwert nach fünf Jahren und liegt bei diesem Beispiel Modell bei ungefähr 112 EUR pro Monat. Insgesamt kostet dieser Kleinstwagen also etwa 628 EUR im Monat.

Beispielrechnung für einen Mittelklassewagen, Skoda Octavia 1.2 TSI Active

Wir gehen wieder von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren und einer Laufleistung von 15.000 km pro Jahr aus. Der Mittelklassewagen wird als Neuwagen über eine Kreditfinanzierung gekauft. Die monatlichen Finanzierungskosten belaufen sich auf etwa 496 EUR.

Der Wagen verbraucht durchschnittlich 4,8 l super auf 100 km. Er verursacht Fixkosten von ca. 86 EUR + 103 EUR Betriebskosten im Monat. Für die Werkstattkosten werden etwa 54 EUR pro Monat veranschlagt. Der Wertverlust liegt bei schätzungsweise 253 EUR pro Monat. Insgesamt kostet sie dieser Mittelklassewagen also ungefähr 992 Euro im Monat.

Beispielrechnung für einen Oberklassewagen, BMW 6er 630i Gran Turismo Steptronic

Für dieses Modell hat der ADAC monatliche Finanzierungskosten bei Kreditfinanzierung von etwa 1096 EUR berechnet. Das Fahrzeug hat einen Verbrauch von durchschnittlich 6,2 l Super Plus auf 100 km.

Aus diesen Daten ergeben sich Betriebskosten von rund 131 EUR und 144 EUR Fixkosten pro Monat. Die Wartungskosten betragen etwa 81 EUR pro Monat. Der Wertverlust schlägt mit ca. 730 EUR pro Monat zu Buche. Bei diesem Fahrzeug kämen Sie also auf monatliche Kosten von ungefähr 2182 Euro.

Diese drei Beispiele beziehen sich jeweils auf einen Zeitraum von fünf Jahren. Wird das Fahrzeug länger genutzt, reduzieren sich die Kosten erheblich, da sich der Wertverlust und der Kaufpreis auf einen längeren Zeitraum verteilen.

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