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Auto abmelden – was bei der KFZ Abmeldung zu beachten ist

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Teure Spritpreise, Diesel-Fahrverbote, hohe Beiträge für Steuern und Versicherungen, eine umweltfreundlichere Lebensweise: Die Gründe, warum Menschen ihr Auto abmelden, sind vielfältig. Auch wenn der fahrbare Untersatz seine besten Jahre hinter sich hat oder den Besitzer wechseln soll, muss man sein Auto abmelden. Erfahren Sie, wie Sie beim KFZ abmelden vorgehen und was Sie beim Auto abmelden an Kosten einplanen müssen.

Auto abmelden: Kosten sparen und die Umwelt schonen

In Zeiten stetig steigender Spritpreise und zunehmender Fahrverbote für ältere Diesel-PKW, ist es für viele Menschen eine Option, ihr Auto abzumelden, da man so Kosten sparen kann. Auch ein gesteigertes Umweltbewusstsein und die, vor allem in größeren Städten, verbesserte Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und attraktiver Car-Sharing-Modelle, führt dazu, dass viele Menschen ihr Auto abmelden. Doch nicht nur finanzielle und ökologische Gründe machen das Auto abmelden zum Thema. Wenn der treue Begleiter in die Jahre gekommen ist und nur noch für den Schrottplatz taugt, muss man den PKW abmelden. Beim Verkauf des Fahrzeugs steht ebenfalls ein Besuch in der KFZ-Zulassungsstelle an, wo man sein Auto abmelden kann.

Wer kann ein KFZ abmelden?

Beim Auto abmelden ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur der Fahrzeughalter einen PKW abmelden kann, sondern jede beliebige Person, die im Besitz der erforderlichen Fahrzeugpapiere ist. Eine Vollmacht, wie sie bei vielen anderen Behördengängen notwendig ist, benötigt man nicht. Dieser Vorgang wurde vom Gesetzgeber bewusst so einfach und unkompliziert gehalten, damit Fahrzeughalter ihren PKW leichter verkaufen können. Der Käufer eines Gebrauchtwagens kann zum Beispiel das Fahrzeug in Dortmund abholen, es zu seinem Wohnort Saarbrücken überführen und bei der dortigen KFZ-Zulassungsstelle abmelden und auf seinen Namen zulassen. Für die Fahrt von Dortmund nach Saarbrücken besteht noch die Zulassung und der Versicherungsschutz – wenn auch auf den Namen des Verkäufers, was gewisse Risiken birgt.

KFZ abmelden wegen Verkaufs: Worauf muss man achten?

Wer seinen Gebrauchtwagen verkaufen will, kommt um das Auto abmelden nicht herum. Üblicherweise erfolgt das PKW abmelden nach dem Verkauf. Alternativ kann die Abmeldung auch vor dem Verkauf oder zu einem bestimmten Termin in die Wege geleitet werden. Für eventuelle Probefahrten potenzieller Kaufinteressenten oder die Überführung des Fahrzeugs ist dann allerdings eine Tageszulassung (“rote Kennzeichen”) erforderlich. Versäumt man das Auto abmelden, kann das mitunter teure Folgen haben. Zum einen, weil die KFZ-Versicherung und die Steuern auf den bisherigen Halter weiterlaufen. Zum anderen, weil der neue Besitzer unter Ihrem Namen am Straßenverkehr teilnimmt. Begeht er einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung oder wird in einen Unfall verwickelt, werden Sie dafür von der Polizei und von Ihrer Versicherung zur Rechenschaft gezogen.

Wo kann man ein Auto abmelden und welche Dokumente sind erforderlich?

Wer sein Auto abmelden muss oder möchte, sucht eine KFZ-Zulassungsstelle auf. Gut zu wissen: Ein Auto abmelden ist mittlerweile bei jeder belieben KFZ-Zulassungsstelle möglich – es spielt keine Rolle, wo der Wagen zugelassen wurde. Inzwischen ist es in vielen Kommunen und Landkreisen möglich, online Termine für das PKW abmelden zu vereinbaren. Die Zeitersparnis ist nicht zu unterschätzen.

Zum KFZ abmelden benötigt man den Fahrzeugbrief bzw. die Zulassungsbescheinigung II und den Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung I. Außerdem sollte man die Kennzeichen des Fahrzeugs im Gepäck haben. Wer sein Auto auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkaufen will und den potenziellen Interessenten Probefahrten ermöglichen möchte, erhält bei der KFZ-Zulassungsstelle die sogenannten “roten Kennzeichen”. Wenn Sie Ihren PKW abmelden möchten, weil das Fahrzeug seine letzte Ruhe auf dem Schrottplatz gefunden hat, müssen Sie einen Verwertungsnachweis vorlegen. Diesen stellt Ihnen die Autoverwertung aus, die Ihr Auto entsorgt hat. Tipp: Suchen Sie die erforderlichen Dokumente frühzeitig zusammen, sodass Sie beim Termin zum Auto abmelden alles parat haben.

Auto abmelden: Wie lange darf das Fahrzeug noch bewegt werden?

Nachdem Sie Ihr Auto abgemeldet haben, dürfen Sie Ihr Fahrzeug noch den ganzen Tag bewegen. Der Versicherungsschutz endet erst mit dem Ablauf des Tages der Abmeldung, also um 23.59 Uhr. Um mit Ihrem abgemeldeten PKW bis zum Ende dieser Frist am Straßenverkehr teilnehmen zu können, müssen Sie die entwerteten Kennzeichen am Auto montieren.

Auto vorübergehend oder endgültig stilllegen – was sind die Unterschiede?

Früher hat der Gesetzgeber zwischen der vorübergehenden und der endgültigen Stilllegung eines PKW unterschieden. Man musste sich für eine der beiden Varianten entscheiden. Diese Unterscheidung wurde mit Inkraftreten des neuen Zulassungsrechtes zum 1. März 2007 aufgehoben. Seitdem setzt man sein Fahrzeug für maximal sieben Jahre außer Betrieb. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie Ihr Auto auch innerhalb dieses Zeitraums nicht wieder in Betrieb nehmen werden, können Sie auch endgültig das Auto abmelden. Hierfür müssen Sie in der KFZ-Zulassungsstelle einen Verwertungsnachweis einer zertifizierten Altauto-Annahmestelle, sprich eines Schrottplatzes, vorlegen.

Muss man die Autoversicherung oder den Zoll über den Abmeldevorgang informieren?

In der Regel ist es nicht notwendig, Ihre KFZ-Versicherung oder den Zoll, der die KFZ-Steuer festsetzt, darüber in Kenntnis zu setzen, dass Sie Ihr Auto abmelden. Denn die Zulassungsstelle informiert sowohl Ihre Versicherung als auch den Zoll über den Vorgang. Sie erhalten in der Regel schon nach wenigen Tagen Ihre bereits gezahlten KFZ-Steuern aufs Konto zurücküberwiesen oder – im Falle eines Neukaufs – auf Ihren neuen PKW angerechnet. Ebenso verhält es sich mit der Autoversicherung. Es kann jedoch nicht schaden, die Autoversicherung mittels einer Veräußerungsanzeige über das KFZ abmelden zu informieren. Der Berater bei Ihrer Versicherung kann Ihnen mitunter geldwerte Tipps geben, wie Sie den Restbetrag auf Ihr neues Auto anrechnen lassen können.

Auto abmelden: Kosten, die auf der Zulassungsstelle anfallen

Wer darüber nachdenkt, sein Auto abzumelden, fragt sich, welche Kosten dieser Vorgang nach sich zieht. Keine Panik: beim Auto abmelden sind die Kosten geringer als viele KFZ-Halter glauben. Deutschlandweit belaufen sich die Gebühren bei maximal 25 Euro. Wie viel man fürs Auto abmelden an Kosten tatsächlich einkalkulieren muss, kann allerdings von Region zu Region abweichen.

Online Auto abmelden: Wie funktioniert das?

Seit einigen Jahren ist es möglich, ein Auto online abzumelden – und das bundesweit. Allerdings gilt dieser Service nur für PKW, die 2015 zum ersten Mal zugelassen wurden. Darüber hinaus müssen Sie einen neuen Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion besitzen. Auch ein entsprechendes Lesegerät und eine Ausweis-App sind erforderlich. Wenn Ihre Fahrzeugkennzeichnen und die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) jeweils mit Sicherheitscodes ausgestattet sind, können Sie über die Internetseite der KFZ-Zulassungsstelle Ihres Wohnortes Ihr Auto abmelden.

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