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Kein Geld, keine Krankenversicherung – der Weg in die Schuldenfalle

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Zu den Quellangaben

Zahlreiche Selbstständige und Freiberufler kennen das Problem. Die Krankenversicherung muss bezahlt werden, doch es ist einfach kein Geld für die hohen Beiträge übrig. Dabei ist es nicht entscheidend, ob Sie freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen oder einen privaten Krankenversicherungstarif abgeschlossen haben.

Trifft der Beitrag unpünktlich oder gar nicht bei der Krankenversicherung ein, erfolgt eine Meldung bei der Schufa und zeitlich werden Sie bei Ihrer Krankenversicherung zum Schuldner. Früher bestand die Möglichkeit, eine bestehende Krankenversicherung zu kündigen und sich so vor der Schuldenfalle zu schützen.

Doch die Politik hat gesetzlich festgelegt, dass es in Deutschland keinen Menschen gibt, der nicht krankenversichert ist. Die Realität sieht dennoch anders aus. Allein in 2017 waren mehr als 80.000 Menschen trotz Versicherungspflicht nicht krankenversichert.

Betroffen sind vor allem geringverdienende Selbstständige und Freiberufler, deren Einkommen stark schwankt und bei denen das Geld oftmals nicht mehr für die Krankenversicherung reicht. Für einen vorübergehenden finanziellen Engpass gibt es durchaus eine Lösung.

Sind Sie hingegen mit mehreren Monaten in den Beitragsschulden und eine Besserung ist nicht in Sicht, sollten Sie Ihre gesamte finanzielle Situation überdenken und in Erwägung ziehen, die selbstständige Tätigkeit aufzugeben und vorübergehend als Leistungsbezieher krankenversichert zu werden.

FAQ zur Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit

Wer zahlt die Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit?

Das ist wichtig

Hier gibt es gravierende Unterschiede. Als arbeitsloser Arbeitnehmer können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit über die Arge bezahlt wird. Auch wenn Sie Hartz IV beziehen, sind Sie ab dem Zeitpunkt der Leistungsbeantragung krankenversichert. Anders verhält es sich bei Selbstständigen und Freiberuflern, die ihre Tätigkeit aufgeben und in die Arbeitslosigkeit geraten.

Haben Sie nicht in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt, stehen Ihnen in diesem Fall auch keine Leistungen zu. Damit geht einher, dass Sie auch keine Krankenversicherung haben, da Sie Ihre Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit weiter selbst zahlen müssen. Wenn Sie nicht krankenversichert sind, übertreten Sie das gültige Gesetz und könnten neben der Sorge um Ihre Gesundheit noch größeren Ärger bekommen.

Bedenken Sie daher immer, dass Sie um eine Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit nicht umhinkommen und dass es für den Gesetzgeber keine Entschuldigung ist, dass Sie kein Arbeitslosengeld beziehen und sich demzufolge nicht krankenversichern können.

Arbeitslos nach Selbstständigkeit – nicht krankenversichert?

Das könnte man meinen, doch in der Realität stehen Sie vor einem ganz anderen Problem. Seit Einführung der Versicherungspflicht kann Sie ein Krankenversicherer nicht kündigen, auch wenn Sie einige Prämien schuldig sind und beispielsweise seit einem Jahr keine Krankenversicherung bezahlt haben.

Monat für Monat häufen sich Schulden an, da Sie zur Begleichung der Prämien verpflichtet sind und laut Gesetzgebung nicht einfach nicht krankenversichert sein können. Seit 2009 gilt die Mitgliedschaft in der GKV für alle Selbstständigen, die kein Geld für die private Krankenversicherung haben und ihre Beiträge nicht bezahlen konnten.

Daraus ergibt sich, dass Sie automatisch jeden Monat einen höheren Schuldbetrag ansammeln und dabei durch die Rückstufung des Tarifs nur im Notfall eine medizinische Leistung in Anspruch nehmen können. Wägen Sie konkret ab, wie Sie mit diesen Schulden umgehen und welche Ausgleichsoptionen Sie Ihrer Krankenversicherung anbieten können.

Tipp

Haben Sie nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, kann Ihnen zum Beispiel ein versicherungspflichtiger Job nach der Selbstständigkeit dabei helfen, wieder zum regulären Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse zu werden und eine weitere Anhäufung von Schulden zu vermeiden. Dennoch brauchen Sie eine Lösung für die Schulden, die bei Ihrem vorherigen Versicherer bestehen und sie Ihre Bonität nachhaltig beeinträchtigen.

Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit finanzieren: Tipps für Betroffene

Wenn Sie schon keine Krankenversicherung bezahlen können, kommt eine Finanzierung in den meisten Fällen auch nicht in Betracht. So denken viele Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund ihrer Situation kein Licht am Horizont sehen und sich in einer ausweglosen Situation glauben. Als Ehepartner können Sie beispielsweise eine Familienversicherung nutzen und sich über den versicherungsbeschäftigten Partner einen Weg in die Krankenkasse ebnen.

Sind Sie arbeitslos, haben keine Chance auf eine Familienversicherung und auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, müssen Sie dennoch nicht auf eine Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit verzichten. Die Beantragung von Hartz IV führt dazu, dass Sie automatisch krankenversichert werden. Möchten Sie diesen Weg vermeiden, suchen Sie sich am besten eine versicherungspflichtige Beschäftigung und werden so vom Arbeitgeber bei einer gesetzlichen Krankenkasse angemeldet.

Als Option für den Schuldenausgleich beim bisherigen Versicherer sollten Sie einen Kredit nicht außer Acht lassen, da er sich in den meisten Fällen als Lösung für Vermehrung der Schulden eignet. Wichtig ist in erster Linie, dass Sie einen Weg aus der Schuldenfalle finden und sich darüber im Klaren sind, dass jeder nicht bezahlte Krankenversicherungsmonat dazu führt, dass Ihre Schulden bei der Krankenversicherung steigen und Ihre Bonität im gleichen Atemzug sinkt.

Tipps für die Finanzierung bei Arbeitslosigkeit im Überblick:

Als Ehepartner können Sie über den versicherungsbeschäftigten Partner eine Familienversicherung nutzen
Durch die Beantragung von Hartz IV werden Sie automatisch krankenversichert
Durch eine versicherungspflichtige neue Beschäftigung werden Sie automatisch krankenversichert

Sind Menschen ohne eigenes Einkommen nicht krankenversichert?

Das ist wichtig

Die Versicherungspflicht nach Gesetz schließt auch Menschen ohne Einkommen ein. Kinder können sich über Ihre Eltern krankenversichern, Ehepartner über ihren versicherungspflichtig beschäftigten oder selbstständigen Partner. Singles stehen vor dem Problem, dass Sie sich versichern und die Kosten dafür selbst aufbringen müssen.

Doch nicht jeder Bundesbürger möchte Sozialleistungen in Anspruch nehmen, nur dass er eine Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit zahlt und nicht gegen das Gesetz verstößt. Wer kein Einkommen hat, keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen möchte und keine Krankenversicherung zahlen kann, steht in Deutschland vor einem ganz anderen Problem.

Achtung!

Sind keine Nachweise für ein Einkommen verfügbar, wird das Einkommen fiktiv geschätzt und Sie haben als potenzieller und unfreiwilliger Krankenversicherungsnehmer ein größeres und monatlich wachsendes Problem. Die fiktive Bestimmung eines Vermögens und der daraus resultierende Satz für die Krankenversicherung sind ein direkter Weg in die Schulden und sollten daher grundsätzlich vermieden werden.

Warum sich immer mehr Menschen keine Krankenversicherung leisten können

Das ist wichtig

Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist der freiwillige Beitrag bei Selbstständigen und Freiberuflern vom Einkommen abhängig. Während die Beiträge bei Arbeitnehmern automatisch über den Arbeitgeber abgeführt werden, ist der Selbstständige für die Zahlung selbst verantwortlich.

Ein einkommensschwacher Monat kann dazu führen, dass der doch sehr hohe Betrag inklusive Pflegeversicherung nicht bezahlt werden kann. Das gleiche Problem besteht auch bei einer privaten Krankenversicherung. Die Beträge richten sich hier allerdings nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Dafür steigen die monatlichen Prämien mit zunehmendem Alter und werden spätestens beim Renteneintritt zum Problem.

In der monatlichen Kostenaufstellung stehen die Miete oder Kreditraten, Energie und Ernährung vor den Beiträgen für die Krankenversicherung. Immer mehr Menschen sind mit ihren laufenden Fixkosten bereits so beansprucht, dass kein Geld für die Krankenversicherung übrig bleibt. Nachdem die Politik die Versicherungspflicht eingeführt hat, sollte nun an oberer Stelle überlegt werden, wie man vermeiden kann, dass immer mehr Menschen keine Krankenversicherung bezahlen können und dabei zum Schuldner werden.

Kredit als Lösung für Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit nach Selbstständigkeit?

Reagieren Sie schnell! Wenn Sie einen oder zwei Monate die Krankenversicherung nicht bezahlen können und wissen, dass es sich nur um einen vorübergehenden finanziellen Engpass handelt, ist ein Kredit durchaus eine Lösung.

Gleiches gilt auch, wenn Sie nach einer selbstständigen Tätigkeit vorübergehend arbeitslos werden und die Zeit bis zum Eintritt in einen versicherungspflichtigen Job überbrücken möchten. Eine Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit muss nicht damit einhergehen, dass Sie vom Selbstständigen zum Sozialleistungsempfänger werden.

Wenn Sie die Beiträge über einen günstigen Kredit finanzieren und bereits eine neue Idee für die berufliche Tätigkeit haben, ist ein Kredit mit günstigen Konditionen eine praktische Lösung, sofern eine Familienversicherung in Ihrem Fall ausgeschlossen ist. Suchen Sie auf alle Fälle nach einem Angebot, das zinsgünstig ist und Ihr Budget nicht weiter strapaziert.

Alternativen zu Krankenkassenschulden: Vorübergehende Senkung der Beiträge möglich

In den letzten Monaten fiel Ihnen die Zahlung der Krankenversicherungsbeiträge schwer. Bisher haben Sie sich sprichwörtlich über Wasser gehalten und vermieden, Schulden zu machen. Prüfen Sie den Tarif und sprechen mit Ihrer Krankenkasse, ob und in welchem Umfang eine Senkung der Prämien möglich ist.

Private Krankenversicherungen sind im Standardtarif weitaus günstiger als in dem Tarif, den Sie ursprünglich abgeschlossen haben. Schon die vorübergehende oder dauerhafte Umstellung in einen günstigeren Tarif kann eine Hilfe sein. Auch haben Sie die Möglichkeit, im Vergleich einen günstigeren Anbieter zu finden und Ihre Krankenversicherung zu wechseln.

Da Sie bei der Kündigung eine neue Versicherung vorweisen müssen, sollten Sie sich frühzeitig um einen Wechsel kümmern und die Suche nach einem Angebot nicht auf die lange Bank schieben. In den meisten Fällen wird Ihnen die Krankenversicherung ein Angebot unterbreiten, mit dem Sie im Krankheitsfall versichert sind und kostengünstiger als bisher Mitglied bei Ihrem Versicherer bleiben können.

Fazit – Die Politik hat die Versicherungspflicht bestimmt, doch Lösungen müssen Krankenversicherte selbst finden

Ob im Bezug auf die Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit oder bezüglich der Prämien, die Sie auch als “kleiner” Freiberufler entrichten müssen: Eine Lösung für die Begleichung der Verbindlichkeiten nimmt Ihnen niemand ab. Die Versicherungspflicht ist ein Gesetz, gegen das Sie nicht ankommen und an das Sie sich halten müssen. Es ist daher unmöglich, dass Sie keine Krankenversicherung haben und praktisch beitragsfrei leben.

Achtung!

Die Nichtzahlung von Prämien führt zu hohen Schulden und geht nicht mit einer Beendigung der Versicherung einher. Allerdings sollten Sie wissen, dass eine Krankenversicherung die Kostenübernahme für Leistungen ablehnt, wenn Sie sich verschuldet und einige Beiträge nicht gezahlt haben.

Parallel laufen die monatlichen Kosten weiter, so dass Sie in einen Kreislauf aus Schulden und Problemen gelangen. Als letzte Möglichkeit können Sie einen Kredit nutzen und weitere Schulden durch Sozialleistungsbezug vermeiden.

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