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Kinderbetreuung mit Tagesmutter: Kosten und Informationen

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Zu den Quellangaben

Oft sind die Öffnungszeiten der verfügbaren Kitas nicht mit den Arbeitszeiten von berufstätigen Eltern vereinbar. Dann kann eine Tagesmutter die entstehende Betreuungslücke schließen. Sie bietet Kindern alles, was sie zu Hause auch bekommen: Liebevolle Zuwendung, Aufmerksamkeit und viel Zeit für Spiel und Spaß. Bei der Tagesmutter werden Kinder individuell gefördert, die Betreuung ist viel aber privater als in einer Kindertageseinrichtung. Das hat allerdings auch seinen Preis.

FAQ zum Thema Kinderbetreuung mit Tagesmutter

Anforderungen an Tagesmütter und -väter sind gesetzlich festgelegt

Die Tagesmutter, -oma oder der Tagesvater oder -opa sind für berufstätige Eltern meist eine zielgenaue Lösung. Denn die Betreuungsstunden werden individuell vereinbart, so dass die Tageseltern oft genug die Zeitfenster zwischen den Öffnungszeiten der KiTa und den Arbeitszeiten der Eltern überbrücken. Wie genau die Tagespflege für Kinder auszusehen hat, ist gesetzlich festgelegt.

Das ist wichtig

Es gibt gesetzliche Regelungen dazu, wie die Tagespflege für Kinder auszusehen hat. Darin sind Regelungen enthalten, die die Räumlichkeiten, vorhandenes Spielzeug und die nötige Eignung von Tageseltern regelt.

Die bundesweiten Regelungen betreffen die Räumlichkeiten, bereitgestelltes Spielzeug und Beschäftigungsmaterial, aber auch die Ausbildung und Eignung der Tageseltern. Ergänzt werden die Regelungen von Gesetzen, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen. Welche Kosten eine Tagesmutter erheben darf, ist dagegen in den Gebührensätzen der Kommunen und den Bestimmungen der Jugendämter geregelt. Denn die Jugendämter berechnen den Elternbeitrag.

Kinderbetreuung ist im Sozialgesetzbuch Kinder und Jugendliche (SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfegesetz) festgelegt

Auch wenn es sich um eine private Kinderbetreuung und nicht um ein städtisches Angebot handelt, gilt für die Kinderbetreuung deutschlandweit das Sozialgesetzbuch Kinder und Jugendliche. Die unterschiedlichen Ausführungsbestimmungen der Bundesländer ergänzen die Regelungen. Jeder, der länger als 15 Stunden wöchentlich und länger als drei Monate im Jahr gegen ein Entgelt Kinderbetreuung anbietet, gilt als Tagesmutter oder -vater und benötigt eine entsprechende Erlaubnis.

Mehr als fünf Kinder darf keine Tagesmutter zeitgleich betreuen, das ist regelt § 43 des SGB VIII. Auskünfte über das lokale Angebot an Kindertagespflege, insbesondere private Kinderbetreuung über eine Tagesmutter, die Kosten und mehr sind beim örtlichen Jugendamt oder der Kreisverwaltung erhältlich. Hier können sich auch Tagesmütter und solche, die es werden wollen, informieren. Um die Qualität der Betreuung durch die Tagesmutter zumindest ansatzweise sicherzustellen, werden für eine Zulassung persönliche Voraussetzungen von den Behörden überprüft.

Zur Überprüfung der Eignung einer Tagesmutter werden folgende persönliche Voraussetzungen überprüft:

die psychische und physische Belastbarkeit der angehenden Tagesmutter
die Zuverlässigkeit und das Verantwortungsbewusstsein
die Organisationsfähigkeit

Außerdem muss ein reines polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Eine festgelegte berufliche Ausbildung für Tagesmütter gibt es nicht, das Berufsbild ist nicht einheitlich geregelt. Allerdings existiert ein 160 Stunden umfassender Lehrgang, in dem alle nötigen Kenntnisse hinsichtlich der Entwicklung, der Ernährung und der Gesundheit von Baby und Kind vermittelt werden. Wer eine geeignete pädagogische Ausbildung vorweist oder Erzieher oder Grundschullehrer, Erzieherin oder Grundschullehrerin ist, muss diesen Lehrgang nicht absolvieren.

Die Räumlichkeiten werden überprüft

Die Räume, in denen Tageseltern Kinder betreuen, müssen sicher sein. Die geeigneten Maßnahmen zur Unfallvorbeugung müssen vorhanden sein, was vom Treppengitter über Steckdosenschutz bis hin zu einer geeigneten Einrichtung alles umfasst. Die Räume müssen überdies hygienisch sein und sollten viele Spielmöglichkeiten und -materialien bieten. Erlebnisangebote in Wald oder Garten respektive nahe Außenspielanlagen für Kinder, die auch besucht werden, gehören selbstverständlich dazu.

Zuschuss Kinderbetreuung?

Einen Zuschuss für die Kinderbetreuung im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Die Tagesmutter Kosten sind privat zu begleichen, und das gilt auch in Orten, wo die Kommunen die Kosten für den kommunalen Kindergarten übernehmen. Aber Eltern haben immer die Möglichkeit, die Kosten für die private Kinderbetreuung anteilig steuerlich geltend zu machen. Sie können die Betreuungskosten für Baby oder Kind mit bis zu zwei Dritteln und maximal 4.000 EUR im Jahr absetzen. Allerdings können die Tagesmutter Kosten für ein Kind nur einmal je Kalenderjahr für einen Elternteil geltend gemacht werden. Die Kosten für die Tagesmutter können also entweder in der Steuererklärung der Mutter oder der Steuererklärung des Vaters erscheinen, nicht in beiden.

Das ist wichtig

Die Kosten für eine Tagesmutter sind privat zu tragen. Es gibt keinen grundsätzlichen Zuschuss im eigentlichen Sinn und von Bundesland zu Bundesland sind die Regelungen dazu verschieden. Allerdings können Kosten für die Kinderbetreuung steuerlich geltend gemacht werden. Um die Höhe eines möglichen Zuschusses ermitteln zu können, muss die individuelle Lage in Bezug auf Einkommen und Wohnort betrachtet werden.

Wie genau sich die Kosten für die Tagesmutter gestalten, wie die Bezahlung abläuft und ob es einen Zuschuss für die Kinderbetreuung vom Jugendamt gibt, ist in jedem Bundesland anders geregelt. Außerdem muss jeder Einzelfall noch einmal für sich bewertet werden. Die Bandbreite dessen, was eine Tagesmutter verlangen darf, reicht von drei Euro bis acht Euro je Betreuungsstunde. Vom Bundesverband für Kindertagespflege sind 5,50 Euro/Stunde empfohlen. Allerdings ist das nicht alles. Da Kinder oft auch Mahlzeiten bei der Tagesmutter einnehmen, müssen diese zwischen der Tagesmutter und den Eltern direkt abgerechnet werden.

Wie hoch genau die Tagesmutter Kosten ausfallen, ist also individuell sehr verschieden. An dieser Stelle kann es nur eine Modellrechnung geben. Wir gehen von 35 Betreuungsstunden jede Woche aus, das sind fünf Arbeitstage à 7 Stunden. Wenn die Tagesmutter einen Stundensatz von 5 EUR verlangt, fallen monatlich Kosten von 700,00 EUR für die private Kinderbetreuung an.

Allerdings sind die Mahlzeiten, Windeln und andere Pflegemittel nicht eingerechnet, die müssen separat beglichen werden. Wirtschaftliche Jugendhilfe kann von Eltern mit einem niedrigen Einkommen beantragt werden. Wie hoch diese Hilfe ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Unter Umständen werden die Kosten für die private Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter komplett übernommen.

Wie hoch ein eventuell möglicher Zuschuss für die Kinderbetreuung ausfällt, kann ohne Rücksicht auf die individuelle Lage (insbesondere das Einkommen und den Wohnort) nur geschätzt werden. Einen groben Anhaltspunkt geben die lokalen Kindergarten- und Kinderkrippenbeiträge. Die liegen zwischen 50 Euro und 500 Euro im Monat, was auch von der Trägerschaft der Einrichtungen abhängt.

Kosten für die Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter wird nach Elterneinkommen und Stundenzahl berechnet

Schauen Sie in die Gebührenordnung der Kommunen. Die kann in vielen Fällen online abgerufen werden. Ist das nicht der Fall, vereinbaren Sei einen Termin bei der Gemeindeverwaltung und bitten Sie um Informationen. Wie hoch die Kosten für die Tagesmutter ausfallen, hängt im Wesentlichen von Ihrem Einkommen ab. Auch die Stundenzahl für die Betreuung spielt eine Rolle. Für eine korrekte Einstufung müssen Eltern ihren Einkommenssteuerbescheid beim Jugendamt vorlegen. Wie genau jede Kommune nun die Kosten regelt, muss im Einzelfall erfragt werden.

Das ist wichtig

Die Höhe der Kosten für Tageseltern sind individuell sehr verschieden und müssen daher am besten im Einzelfall betrachtet werden. Sie hängen im Wesentlichen vom eigenen Einkommen und damit verbundenen staatlichen Zuschüssen ab. Außerdem spielt die Stundenzahl der Betreuung natürlich eine Rolle. Für eine detaillierte Einschätzung der eigenen Situation können Eltern ihren Einkommensbescheid beim Jugendamt vorlegen.

Um Ihnen zumindest eine grobe Idee zu geben, wie so eine Berechnung aussehen kann, wird hier im Beispiel die Berechnungsgrundlage der Stadt Köln herangezogen. Wir legen ein Familieneinkommen von 36.813 EUR im Jahr zugrunde bei einer wöchentlichen Betreuungszeit von 30 Stunden für ein Kind unter 3 Jahren. Die Stadt Köln bezuschusst die Kinderbetreuung mit 5 EUR je Stunde für die 1. bis 25. Stunde. Für die 26. bis 30. Stunde sind es 0,30 EUR je Stunde. Also kommen in unserem Beispiel für die ersten 25 Stunden 125 EUR je Woche zusammen. Das sind monatlich 500 EUR.

Die übrigen fünf Stunden je Woche werden nur mit insgesamt 1,50 EUR/Woche, also 6,00 EUR monatlich berechnet. Damit summiert sich der Elternbeitrag, der an das Jugendamt überwiesen und von dort an die Tagesmutter weitergeleitet wird, auf 506,00 EUR monatlich. Der städtische Kindergartenplatz in Köln würd monatlich 60,00 EUR kosten, um einen Vergleichswert zu haben. Entscheiden sich Eltern für eine private Kinderbetreuung durch eine Freiberuflerin, zahlen die Eltern die Tagesmutter Kosten direkt, ohne dass das Jugendamt dazwischengeschaltet ist.

Nach Empfehlung des Tagesmütter Bundesverbandes werden in diesem Fall 5,50 EUR je Stunde berechnet. Im oben aufgeführten Beispiel von 30 Betreuungsstunden je Woche wären das monatlich 660,00 EUR, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Allerdings wissen freiberuflich tätige Tagesmütter oft, welchen Anteil das Jugendamt an diesen Kosten möglicherweise übernimmt. Ganz egal, ob Ihre Kinder bei einer vom Jugendamt vermittelten Tagesmutter betreut werden, oder ob Sie eine freiberufliche Tagesmutter gefunden haben.

Zu den Betreuungskosten je Stunde kommen zusätzliche Kosten für:

die Betreuung am Wochenende und in der Nacht
eventuell benötigte Hygieneartikel
Ausflüge: Fahrtkosten und Eintrittsgelder
Feiern wie beispielsweise Kindergeburtstage
Mahlzeiten, Snacks und Getränke

Tendenziell werden Eltern mehr und mehr entlastet

Die Kosten für die Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter erscheinen zwar erst einmal hoch. Aber tendenziell entlastet der Staat die Eltern mehr und mehr. Ist der Verdienst einer Familie gering, zahlen die Eltern entsprechend weniger oder gar keine Beiträge. In NRW, in Hessen und in Niedersachsen ist das letzte Jahr vor der Einschulung der Kinder inzwischen komplett beitragsfrei für die Eltern.

In Berlin betrifft diese Regelung sogar schon die letzten drei Jahre. In Rheinland-Pfalz zahlen Eltern für die Kinderbetreuung nach der Vollendung des zweiten Lebensjahres gar nichts. Und in Hamburg sind sämtliche Elternbeiträge für die Kinderbetreuung inzwischen abgeschafft worden. Auch wenn es keinen Zuschuss zur Kinderbetreuung im eigentlichen Sinn gibt, muss eine gute Betreuung nicht teuer sein.

Günstig und gut? Kann sein, muss aber nicht

Bevor sich Eltern für oder gegen eine bestimmte Form der Kinderbetreuung und vor allem für eine bestimmte Tagesmutter entscheiden, sollten sie sich genau erkundigen.

Wichtige Fragen an die künftige Tagesmutter des Nachwuchses sind:

Wie viele Kinder werden gleichzeitig betreut? Die eigenen Kinder der Tagesmutter müssen in die Rechnung einbezogen werden!
Wo werden die Kinder betreut? Eine Tagesmutter kann günstig sein, weil sie die Kinder in der eigenen Wohnung und nicht teuren, nur für die Betreuung angemieteten Räumlichkeiten betreut.
Wie sind die Räumlichkeiten ausgestattet? Gibt es nur ein wenig Spielzeug, oder sind auch Bewegungselemente und Fördermöglichkeiten gegeben?
Welche Schwerpunkte legt die Tagesmutter in der täglichen Betreuung? Ist das Angebot zwischen Freispiel, angeleitetem ruhigem Spiel, Toben und Bewegung ausgeglichen?

Tipp

Wenn die Tagesmutter Kosten trotz guter Qualität und transparenter Aufstellung immer noch hoch erscheinen, bleibt die Frage: Würden Sie für den Preis, den Sie bereit sind zu zahlen, Kinder in der Qualität, die Sie von einer Tagesmutter erwarten, betreuen? Immerhin sind die Einnahmen aus der Kinderbetreuung die Haupteinnahmequelle und oft genug die einzige Einnahmequelle einer Tagesmutter oder eines Tagesvaters.

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