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Photovoltaik Finanzierung – Investition in eine erneuerbare Energie

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Mit einer Photovoltaik-Anlage den eigenen Strom erzeugen oder auch Strom in ein öffentliches Netz einspeisen, das streben viele Eigenheimbesitzer an. Nicht jeder hat die Mittel für die Investition in eine Photovoltaik-Anlage. Die Photovoltaik Finanzierung kann helfen. Der Photovoltaik Kredit entscheidet maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit und Rendite der Anlage. Für die Finanzierung gibt es mehrere Möglichkeiten.

FAQ zur Photovoltaik Finanzierung

Finanzierungsarten für die Photovoltaikanlage

Die Finanzierung einer Photovoltaikanlage kann mit und ohne Eigenkapital erfolgen. Möchten Sie eine günstige Photovoltaik Finanzierung nutzen, können Sie mit dem Finanzierungsrechner mehrere Modelle mit und ohne Eigenkapital durchspielen.

Es gibt drei gängige Möglichkeiten zur Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage:

ein Kredit der KfW-Bank als Förderdarlehen
ein Solarkredit als spezielles Bankdarlehen
ein Solarleasing als Mietkauf

Einen Kredit von der KfW-Bank können Sie in Anspruch nehmen, wenn Sie zuvor noch kein Darlehen von der KfW-Bank genutzt haben. Jeder kann nur einmal in seinem Leben ein Darlehen von der KfW-Bank erhalten. Das Darlehen für die Photovoltaik müssen Sie über Ihre Hausbank beantragen. Eine Photovoltaik Finanzierung wird von verschiedenen nachhaltigen Banken wie der Umweltbank oder der GLS-Bank angeboten, doch können Sie auch bei anderen Banken einen Photovoltaik Kredit beantragen.

Das Solarleasing bildet die dritte Finanzierungsmethode Ihrer Photovoltaikanlage. Dabei kauft eine Leasinggesellschaft Ihre Photovoltaikanlage und zahlt Ihnen einen monatlichen Betrag dafür aus, dass Sie Ihr Dach zur Verfügung stellen. Meistens ist die Abwicklung als Mietkauf geregelt, sodass am Ende der Laufzeit des Leasings die Photovoltaikanlage in Ihren Besitz übergeht.

Bevor Sie sich für eine der Finanzierungsarten entscheiden, sollten Sie Ihre Photovoltaik-Anlage genau planen. Sie sollten überlegen, ob Sie den Strom lediglich für Ihr Eigenheim nutzen möchten oder ob auch Strom in ein öffentliches Netz eingespeist werden soll. Die Finanzierung ist abhängig von Ihren persönlichen Mitteln und von der Größe der Anlage.

Das ist wichtig

Planen Sie ihre Photovoltaikanlage genauestens, bevor Sie sich für eine Finanzierung entscheiden. Die Finanzierung hängt unter andere von der Größe der Anlage und Ihren persönlichen finanziellen Mitteln ab. Für den Eigenbedarf an Strom benötigen Sie eine andere Größe der Anlage, als wenn Sie zusätzlich den Strom in das öffentliche Netz einspeisen möchten.

Eigennutzung oder Einspeisung

Bevor Sie sich für eine Art der Photovoltaik-Finanzierung entscheiden, sollten Sie an die Planung Ihrer Anlage gehen. Möchten Sie nur Ihren eigenen Haushalt mit Strom versorgen, sollte die Anlage ausreichend groß sein, sodass Sie nicht zusätzlich Strom aus einem öffentlichen Netz beziehen müssen.

Möchten Sie auch Strom in ein öffentliches Netz einspeisen, muss die Photovoltaik-Anlage entsprechend größer ausfallen. Sie erhalten eine Einspeisevergütung, die über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert ist. Errichten Sie Ihre Photovoltaik-Anlage im Jahr 2019 und möchten Sie Strom einspeisen, fällt die Einspeisevergütung ab dem Februar 2019 für Anlagen ab einer Größe von 40 kWp niedriger aus. Lag die Vergütung pro Kilowattstunde im Dezember 2018 noch bei 10,47 Cent, so ist die Kürzung wie folgt vorgesehen:

  • Januar 2019: 10,36 Cent/kWh
  • Februar 2019: 9,87 Cent/kWh
  • März 2019: 9,39 Cent/kWh
  • April 2019: 8,90 Cent/kWh

Bevor Sie den Finanzierungsrechner nutzen und über eine der Finanzierungsarten entscheiden, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Photovoltaik-Anlage wirtschaftlich ist. Nicht nur die Größe der Solarmodule ist für die Wirtschaftlichkeit entscheidend, sondern auch der Wirkungsgrad der Module. Monokristalline Module haben einen höheren Wirkungsgrad als Dünnschichtmodule.

Soll der Strom nur für den Eigenverbrauch dienen, sollten Sie auch an die Investition in einen modernen Stromspeicher denken und ihn in die Finanzierung mit einbeziehen. Die Nutzung des Stroms im eigenen Haushalt lohnt sich, wenn der Strompreis höher ist als die Einspeisevergütung. Ist die Photovoltaik-Anlage größer als 10 kWp, müssen Sie beim Eigenverbrauch eine EEG-Umlage bezahlen. Darüber sollten Sie nachdenken, bevor Sie in eine Photovoltaik-Anlage investieren und eine Photovoltaik Finanzierung nutzen.

Achtung!

Nicht immer ist die Einspeisung tatsächlich wirtschaftlich. Die Anlage muss groß genug sein, damit sich die Einspeisung lohnt.

Die Finanzierung ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Nur wenn die Photovoltaik Finanzierung durch niedrige Zinsen geprägt ist, rechnet sich die Einspeisung. Ein normaler Bankkredit ist für die Photovoltaik Finanzierung nicht geeignet. Der Photovoltaik Kredit ist durch besondere Konditionen gekennzeichnet.

Die Wahl der richtigen Finanzierung ist von besonderer Bedeutung, wenn der Solarstrom in ein öffentliches Netz eingespeist werden soll. Speisen Sie Strom in ein öffentliches Netz ein, gelten Sie als Unternehmer. Entscheiden Sie sich für das Solarleasing als Mietkauf, können Sie die Leasingraten steuerlich geltend machen.

Tipp

Die Vergütung für die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz zählt als Einnahme aus dem Gewerbebetrieb. Darauf müssen Sie Steuern zahlen.
Eine Steuer wird jedoch nur fällig, wenn der durch die Einspeisevergütung erzielte Gewinn eine bestimmte Höhe übersteigt. Erst ab einem Gewinn von mehr als 24.500 Euro im Jahr müssen Sie ein Gewerbe anmelden und den Gewinn versteuern. Geringere Gewinne stuft das Finanzamt als Bagatelle ein.

Der Photovoltaik Kredit von der KfW-Bank

Eine der gebräuchlichsten Finanzierungsarten für Photovoltaik-Anlagen ist der Photovoltaik Kredit von der KfW-Bank. Im Rahmen des Programms Nr. 270 “Erneuerbare Energien Standard” wird die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaik-Anlagen gefördert. Der Photovoltaik Kredit von der KfW Bank kann zur Komplettfinanzierung genutzt, aber auch mit Eigenkapital kombiniert werden. Mit dem Finanzierungsrechner können Sie die geeignete Variante der Finanzierung berechnen.

Die Photovoltaik Finanzierung mit dem Programm 270 gilt nur für Photovoltaik-Anlagen, die für die Stromerzeugung genutzt werden. Solaranlagen, die für die Erzeugung von Warmwasser dienen, sind von der Photovoltaik-Finanzierung ausgeschlossen. Der Photovoltaik-Kredit der KfW-Bank zeichnet sich durch günstige Zinsen aus, die jedoch abhängig von der Bonität des Antragstellers festgelegt werden. Die Mindestlaufzeit für die Photovoltaik Finanzierung über die KfW-Bank liegt bei 2 Jahren. Der Kredit kann innerhalb von 12 Monaten nach Zusage in einer Summe oder in Teilbeträgen abgerufen werden.

Die Photovoltaik Finanzierung durch die KfW-Bank nach dem Programm 270 erfolgt als eine der gängigsten Finanzierungsarten folgendermaßen:

Sie planen Ihre Anlage und erhalten einen Kostenvoranschlag
Sie legen den Kostenvoranschlag bei der Bank vor und beantragen die Finanzierung
Die KfW-Bank prüft den Kreditantrag und teilt das Ergebnis Ihrer Bank mit
Bei einer Zusage können Sie den Kredit bei Ihrer Bank abrufen

Finanzierung der Photovoltaik-Anlage mit dem Solarkredit als Bankdarlehen

Haben Sie bereits eine Förderung durch die KfW-Bank erhalten und möchten Sie in eine Photovoltaik-Anlage investieren, können Sie den Solarkredit als Bankdarlehen für die Photovoltaik Finanzierung beantragen. Ein solcher Photovoltaik Kredit ist günstiger als ein normaler Ratenkredit, da aufgrund der Einspeisevergütung oder der Einsparung von Stromkosten beim Eigenverbrauch Sicherheiten vorhanden sind. Der Solarkredit kann für die komplette Finanzierung, aber auch in Kombination mit Eigenkapital genutzt werden.

Mit dem Finanzierungsrechner berechnen Sie die für Sie geeignete Finanzierung. Speisen Sie mit Ihrer Photovoltaik-Anlage Strom in ein öffentliches Netz ein, kann die Bank die Abtretung des Einspeisepreises als Sicherheit verlangen. Aufgrund der Alterung der Module oder von Versicherungsfällen kann die Bank bei einer Photovoltaik Finanzierung weitere Sicherheiten verlangen. Das ist insbesondere bei Kosten von mehr als 50.000 Euro der Fall. Ist Immobilieneigentum vorhanden, kann die Bank eine Grundbucheintragung verlangen.

Je nach Bank werden unterschiedliche Finanzierungsarten für die Photovoltaik Finanzierung angeboten. Der Photovoltaik Kredit kann als Wohnkredit, Modernisierungskredit oder Energiedarlehen angeboten werden. Bevor Sie sich für eine Bank entscheiden, sollten Sie die verschiedenen Angebote vergleichen.

Da es sich bei der Photovoltaik Finanzierung über eine Bank häufig um einen Kredit mit einer hohen Summe und einer langen Laufzeit handelt, sollten Sie sich informieren, ob Ratenpausen und kostenlose Sondertilgungen möglich sind. Günstige Konditionen für die Photovoltaik Finanzierung bietet die GLS-Bank mit einer Kreditsumme von 10.000 bis 100.000 Euro und einer Laufzeit von 20 Jahren. Das erste halbe Jahr ist tilgungsfrei.

Die Photovoltaik Finanzierung mit dem Immobilienkredit

Zu den weniger gebräuchlichen Finanzierungsarten für die Photovoltaik-Anlage gehört die Finanzierung mit einem Immobilienkredit. Diese Variante ist geeignet, wenn Sie eine größere Photovoltaik-Anlage errichten möchten und Sie weitgehend schuldenfrei sind. Dieser Immobilienkredit ist durch niedrige Zinsen gekennzeichnet. Sie sollten auch hier die Angebote vergleichen und auf Ratenpausen und die Möglichkeit von kostenlosen Sondertilgungen achten.

Die Bank kann die Abtretung der Einspeisevergütung oder die Eintragung einer Grundschuld auf Ihre Immobilie verlangen. So wie es für Immobilienkredite mit einer hohen Summe und einer langen Laufzeit typisch ist, können Sie eine Periode der Sollzinsbindung vereinbaren, in der sich die Zinsen nicht ändern. Nach Ablauf dieser Periode kann eine Anschlussfinanzierung zu anderen Konditionen bei derselben Bank, aber auch bei einer anderen Bank erfolgen.

Tipp

Einspeisevergütung vs. Photovoltaik Kredit: Nehmen Sie einen Solarkredit oder einen Immobilienkredit für die Photovoltaik Finanzierung in Anspruch und verlangt die Bank die Abtretung der Einspeisevergütung als Sicherheit, sollten Sie prüfen, ob sich die Investition in die Photovoltaik-Anlage und die Finanzierung mit einem Bankkredit überhaupt lohnt. Möchten Sie eine Photovoltaik-Anlage errichten und Strom einspeisen, kann ein Photovoltaik-Kredit der KfW-Bank sinnvoller sein.

Finanzierung mit Solarleasing

Eine der Finanzierungsarten für Photovoltaik-Anlagen ist das Solarleasing. Sie kaufen dabei die Solaranlage nicht, sondern nehmen den Mietkauf vor. Diese Art der Finanzierung ist dann sinnvoll, wenn Sie Strom einspeisen möchten, da Sie sofort von der Einspeisevergütung profitieren und die Leasingraten steuerlich absetzen können.

Die Photovoltaik-Anlage wird von einer Leasinggesellschaft, die sich auf Solarleasing spezialisiert hat, gekauft. Eine Anzahlung wird dafür nicht verlangt. Für das Leasing gelten verschiedene Laufzeiten. Haben Sie die Leasingraten beglichen, geht die Photovoltaik-Anlage in Ihr Eigentum über. Die Leasinggesellschaft kann die Leasingraten mit monatlichen Beträgen, die an Sie für die Zurverfügungstellung der Dachfläche gezahlt werden müssten, verrechnen.

Das Solarleasing ist geeignet, wenn Sie keine Sicherheiten für die Photovoltaik Finanzierung durch eine Bank bieten können. Es eignet sich nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen. Sind Sie selbstständig, ist das Solarleasing eine Überlegung wert, da Sie steuerliche Vorteile genießen.

Fazit: Verschiedene Finanzierungsarten für die Photovoltaik Finanzierung

Investieren Sie in eine Photovoltaik-Anlage, können Sie den Strom für sich selbst nutzen oder in ein öffentliches Netz einspeisen und eine Einspeisevergütung erhalten. Die Photovoltaik Finanzierung kann mit einem Kredit von der KfW-Bank zu niedrigen Zinsen, aber auch mit einem Solarkredit von einer Bank erfolgen. Eine geeignete Finanzierungsart für Selbstständige ist das Solarleasing, da die Leasingraten steuerlich abgesetzt werden können.

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