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Kreditaufnahme: lieber bei der Haus- oder einer Direktbank?

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Seit die Niedrigzinspolitik für Darlehen mit günstigen Konditionen sorgt, leihen sich immer mehr Menschen Geld bei einem Kreditinstitut. Sie finanzieren damit den Immobilien- oder Autokauf, statten ihre Wohnung neu aus oder leisten sich einen lang ersehnten Traumurlaub.

Früher wurden Finanzgeschäfte hauptsächlich mit der Hausbank oder der kontoführenden Sparkasse abgewickelt. Im Zuge der Digitalisierung entstanden zahlreiche Direktbanken, sodass Kunden heute die Qual der Wahl haben.

Altersgrenze bei Hausbanken

Vor allem ältere Damen und Herren, die sich mit den Neuerungen in der Finanzwelt weniger gut auskennen, wenden sich zur Kreditaufnahme häufig noch an die ihnen vertrauten Berater ihres Geldinstituts.

Während es viele Direktbanken etwas lockerer angehen lassen, überprüfen Hausbanken sehr genau die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Kundschaft. Viele von ihnen vergeben ab einem bestimmten Alter des Antragstellers überhaupt kein Darlehen mehr.

Handelt es sich um einen Raten- und Dispositionskredit, betrifft dies häufig Personen ab 65 Jahren. Im Immobilienbereich sieht es noch schlechter aus: In der Regel erhalten Kreditsuchende bereits ab 55 Jahren keinen positiven Bescheid.

Die Geldinstitute legen die Altersgrenze in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest. Ist der potentielle Darlehensnehmer über diese hinaus, wird ihm selbst mit einer hohen Rente oder dem Kauf einer wertvollen Immobilie meist kein Kredit bewilligt.

Schufafreie Kredite

Bei Online-Kreditinstituten liegen die Chancen auf eine Darlehensbewilligung – unabhängig vom Alter – deutlich höher. Nur selten erhalten Antragsteller mit schlechter Bonität oder einem verhältnismäßig geringem Einkommen von ihrer Hausbank oder Sparkasse einen Kredit.

Wenden sie sich hingegen an eine Direktbank, kommt es häufig zum Vertragsabschluss. Für Menschen, deren Kreditwürdigkeit durch die Informationen einer Wirtschaftsauskunftei in Zweifel gestellt wird, können schufafreie Kredite interessant sein.

Den entsprechenden Anbietern kommt es allein auf die aktuelle Bonität und nicht auf historische Daten an. Jedoch ist in der Regel mit einem etwas höheren Zinssatz zu rechnen, weshalb Experten empfehlen, es zuerst auf dem klassischen Weg, also mit Schufa, zu versuchen.

Günstigkeit Direktbanken

Direktbanken müssen keine Filialen unterhalten und kommen mit weniger Personal aus. Dadurch profitieren sie von einer Kostenersparnis, die sie an ihre Kunden weitergeben. Aus diesem Grund halten Online-Kreditinstitute oft die günstigsten Angebote bereit.

Hausbanken nutzen leider teilweise die Notlage der Antragsteller aus – sie stimmen dem Darlehensantrag zu, jedoch mit hohen Konditionen. Viele Kreditnehmer ziehen diese nicht einmal in Zweifel, sei es aus Loyalität oder Kundentreue. 

Vorteile Direkt- gegenüber Hausbank auf einen Blick

  • größere Chancen für Senioren und Rentner
  • teils sekundenschnelle Entscheidung über den Online-Antrag
  • einige Anbieter halten Specials wie Negativzinsen bereit
  • höhere Flexibilität bei den Kündigungs- und Widerruffristen
  • niedrigere Zinssätze
  • mehr Kulanz bei den Konditionen, darunter beispielsweise das Aussetzen von Raten

Erscheint ein Kreditantrag in der Schufa?

Mit Ausnahme der Anbieter von schufafreien Krediten leiten die jeweiligen Geldinstitute den Antrag des Kunden an die Wirtschaftsauskunftei weiter. Es gibt jedoch zwei unterschiedliche Arten, mit der Schufa in Kontakt zu treten:

Kreditanfrage

Sie wird ein Jahr lang bei der Schufa gespeichert, für Dritte ist sie zehn Tage lang sichtbar. Für Banken ist somit erkennbar, wenn ein Antragsteller bereits bei einem anderen Geldinstitut vorgesprochen hat.

Wer gleichzeitig bei verschiedenen Anbietern ein Darlehen beantragt und es dadurch zu mehreren Kreditanfragen bei der Wirtschaftsauskunftei kommt, führen diese automatisch zu einem schlechteren Score. Dieser könnte eine Darlehensaufnahme verhindern.

Konditionsanfrage

Der Eintrag wird zwar auch ebenso lange wie bei der Kreditanfrage gespeichert, er ist allerdings nur für den Antragsteller sichtbar.

Für Dritte sind die diesbezüglichen Daten nicht einsehbar, sodass auch die Bonität nicht darunter leidet. D.h., die Konditionsanfrage ist neutral und hat keine negativen Auswirkungen für den potentiellen Kreditnehmer.

Unser Tipp:

Wer sich an seine Hausbank wendet, sollte den zuständigen Mitarbeiter darauf hinweisen, dass er eine Konditions- und keine Kreditanfrage stellt. Einige Direktbanken bieten Ihren Kunden auch eine persönliche Beratung an, sodass man gleichfalls diesen Punkt abklären kann.

Fazit

In Sachen Schnelligkeit und Günstigkeit sind Online-Kreditinstitute Hausbanken und Offline-Sparkassen in der Regel überlegen. Wer sich zunächst an seinen vertrauten Sachbearbeiter vor Ort wendet und von diesem eine Absage erhält, sollte nicht gleich den Kopf in den Sand stecken.

Eine weitere Anfrage bei einer Direktbank kann trotzdem von Erfolg beschieden sein. Ist der Grund für die Ablehnung eines Darlehensantrages mangelnde Kreditwürdigkeit, gestützt auf die Daten der Wirtschaftsauskunftei, bleibt die Alternative in Form des schufafreien Kredits.

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