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Warum die Kontoführungsgebühren zurückkommen

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Zu den Quellangaben

Viele Banken werden in Zukunft wieder Kontoführungsgebühren einführen, sodass eine günstige Kontoführung kaum noch möglich ist. Dies liegt an den niedrigen Kreditzinsen, aufgrund derer den Banken hohe Einnahmen in Millionenhöhe verloren gehen.

Diese Verluste möchten sie durch Kontogebühren wieder auffangen. Daher ist es umso wichtiger, die verschiedenen Anbieter eines Kontos miteinander zu vergleichen, um das beste Angebot herauszufiltern und auf eine günstige Kontoführung nicht verzichten zu müssen.

FAQ zu Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren aufgrund der niedrigen Zinsen der Kredite

Lange Zeit haben Banken und teilweise auch Sparkassen das kostenlose Girokonto gezielt zur Gewinnung von Kunden eingesetzt. Doch erhöhter Kostendruck, teure Filialnutzung und anhaltende Niedrigzinsen zwingen sie nun zum Umdenken. Kontoführungsgebühren waren seit nahezu 20 Jahren quasi abgeschafft, doch nun führen sie viele Banken wieder ein. Dies hängt mit dem Zinsniveau zusammen.

Der Leitzins beträgt aufgrund der schwachen Konjunkturphase, in welcher sich der Euroraum derzeit befindet, im Moment 0 %, was bei den Banken hohe Einbußen verursacht. Durch die niedrigen Zinsen der Kredite wird der Gewinn verringert und zum anderen legen weniger Menschen ihr Geld bei der Bank an, da es kaum noch Gewinne gibt. Niedrige Zinssätze von beispielsweise 0,4 % sind nicht sehr lukrativ und so gibt es immer wieder Girokonten ohne Kontogebühren.

Die Postbank, die zu den größten Banken in Deutschland gehört, hat beispielsweise im November 2016 das bedingungslose, kostenlose Girokonto abgeschafft. Das Gleiche gilt für die Hypovereinsbank. Das kostenfreie Giro-Konto scheint insbesondere bei Sparkassen und Filialbanken ein Auslaufmodell zu sein. Zahlreiche Finanzinstitute erhöhen derzeit die Gebühren. Die meisten Kunden akzeptieren dies widerspruchslos, obwohl sie das nicht müssen.

Günstige Kontoführung gewünscht? Konto-Anbieter vergleichen

Das ist wichtig

Der Betrieb eines Kontos kostet die Bank im Durchschnitt 120 Euro pro Jahr. Diesen Betrag konnten die Banken bisher ausgleichen, indem das angelegte Geld der Kunden gegen Zinsen verliehen wird. Doch durch die Niedrigzinsphase sind die Erträge deutlich geringer. Daher führen viele Geldinstitute die Kontoführungsgebühren wieder ein.

Die Folge des niedrigen Leitzinses ist: Den Banken brechen die Gewinne weg und die steigenden Kosten werden an die Verbraucher weitergereicht. Früher hingegen konnten Banken mit überschüssigen Kapitaleinlagen sehr lukrative Zinsen erwirtschaften. Doch dies hat sich komplett geändert. Für Millionen von Kunden wird es mit ihrer Bank bald richtig teuer.

Die Kreditinstitute erheben bundesweit nach und nach ihre Gebühren für das Konto. Girokonten ohne Kontoführungsgebühren werden immer mehr zum Auslaufmodel. Wenn Sie weiterhin Wert auf eine günstige Kontoführung legen, sollten Sie die zahlreichen Anbieter eines Kontos miteinander vergleichen und prüfen, wer keine Einführung von Kontoführungsgebühren plant. Heutzutage bieten meistens nur noch Direktbanken Girokonten ohne Gebühren an, denn sie sparen durch das Onlinegeschäft hohe Kosten für das Filialnetz ein.

Was bedeutet Kontogebühren eigentlich genau?

Mit der Eröffnung eines Kontos bietet die Bank den Kunden verschiedene Dienstleistungen an, beispielsweise Überweisungen, Lastschriften, die bargeldlose Bezahlung mit einer EC- und/oder Kreditkarte und die Verwaltung sämtlicher Kontobewegungen. Doch diesen Verwaltungsaufwand lassen sich viele Banken mit Kontogebühren bezahlen. Die Höhe der Kontogebühren kann stark variieren, denn es gibt keine gesetzliche Obergrenze.

Dienstleistungen der Bank, die für Kontoführungsgebühren sorgen:

Überweisungen
Lastschriftverfahren
bargeldloses Bezahlen
Verwaltung aller Kontogebühren

Die monatlichen Preise schwanken zwischen einigen Euro bis hin zum höheren zweistelligen Betrag pro Quartal. Girokonten für Schüler oder Studenten sind meist kostenfrei, doch spätestens, wenn das erste Gehalt eingeht oder sie 27 Jahre alt sind, müssen sie bei vielen Banken ebenso Kontogebühren zahlen. Um eventuelle rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, berechnen einige Banken eine pauschale Kontoführungsgebühr, mit der alle Dienstleistungen abgedeckt sind. Doch dies muss nicht sein, denn einige Banken bieten auch ein Girokonto ohne Kontogebühr an.

Tipp

Nicht alle Banken verlangen Kontoführungsgebühren. Meist bieten Online- oder Direktbanken eine kostenlose Kontoführung an, weil sie hohe Kosten wie Miete und Personal einsparen können.

Sie verzichten somit gänzlich auf die Erhebung. Hierbei handelt es sich meist um Online- oder Direktbanken. Sie wickeln ihre Geschäfte über das Internet oder Telefon ab. Dadurch entfallen hohe Kosten von Miete, Personal usw. Davon profitieren die Kunden von besseren Konditionen, beim Konto bezüglich der Kontogebühren und beim Kredit hinsichtlich der Zinsen.

Zu hohe Kontogebühren? Was können Sie tun?

Ein Kontowechsel zur anderen Bank ist stets eine mögliche Lösung. Wenn Sie den Aufwand, der eigentlich gar nicht hoch ist, scheuen und Sie ansonsten zufrieden mit Ihrer Hausbank sind, können Sie nach besseren Konditionen fragen. Eine weitere Möglichkeit, die Kontogebühren zu verringern, ist der interne Wechsel zum günstigeren Kontomodell. Viele Kunden entscheiden sich für einen Wechsel zu kostenlosen Banken, die keine Kontogebühren berechnen.

Die Sorge, dass die Lastschriften, Daueraufträge und sonstigen regelmäßigen Buchungen in Verzug geraten, ist unbegründet, denn die alte Bank ist seit dem Jahr 2016 gesetzlich dazu verpflichtet, die Buchungen der vergangenen 13 Monate dem neuen Geldinstitut mitzuteilen. Bisher lag dieser Aufwand in der Verantwortung des Kunden. Ein Wechsel wurde mit dieser Veränderung deutlich vereinfacht. Es gibt daher keinen Grund, Kontogebühren zu zahlen. Die Filialbanken verlangen die Kontoführungsgebühren in erster Linie, um die Kosten für ihren Service, der durch das Personal geleistet wird, zu decken.

Beim Online-Banking gibt es keine Filialen und Kontoinhaber führen einen Großteil der Leistungen selbst durch, sodass nach wie vor auf Kontogebühren verzichtet werden kann. Letzten Endes sollte jeder für sich entscheiden, welche Kriterien ihm wichtiger sind: Eine individuelle Betreuung und Beratung sowie ein deutschlandweites Filialnetz durch die Filialbank oder eine günstige Kontoführung einer Direktbank. Der Nachteil ist bei Letzterer das fehlende Filialnetz und viele bemängeln, dass es keinen Kundenkontakt gibt. Wer darauf keinen Wert legt, kann Kontoführungsgebühren sparen und sich für eine Direktbank entscheiden.

Das können Sie zur Vermeidung von Kosten tun:

Kontowechsel zu einer anderen Bank
Hausbank nach besseren Konditionen fragen und zu einem anderen Kontomodell wechseln
intensiver Vergleich der Kosten vor Kontoeröffnung

Denken Sie über einen Wechsel nach? Vergleichen Sie die Banken

Ganz gleich, ob bei den Filial- oder Direktbanken, die Kondition variieren zum Teil deutlich. Wenn Sie nach einem passenden Konto suchen, lohnt sich stets ein Vergleich. Achten Sie dabei jedoch nicht nur auf die Kontoführungsgebühren, sondern auch auf andere Leistungen wie die Bereitstellung einer Kreditkarte, das kostenlose Abheben von Bargeld an institutsfremden Automaten oder die Höhe der Zinsen bei einer Überziehung des Kontos (Dispo).

Auch bei einem Konto, bei dem scheinbar keine Kontoführungsgebühren berechnet werden, können versteckte Kosten anfallen. Beachten Sie daher vor einem Wechsel die Bestimmungen und prüfen Sie, für welche Leistungen Gebühren verlangt werden. Muss ein monatlicher Mindestbetrag auf dem Konto eingehen, damit es kostenfrei ist? Die Bank vermutet in diesem Fall, dass das Konto stets ausreichend gedeckt ist, sodass sie mit dem Geld wirtschaften kann. Sind Überweisungen kostenfrei?

Dies sind nur zwei Beispiele, hinter denen sich Gebühren verstecken können, sodass Konten ohne Kontoführungsgebühren letztendlich doch nicht kostenfrei sind.

Achtung!

Achten Sie beim Vergleich verschiedener Banken und Kontoführungsgebühren auf alle Details. Auch bei scheinbar kostenloser Kontoführung können versteckte Kosten anfallen.

Zusammenfassung

Viele Banken führen für die Kontoführung wieder Gebühren ein. Der Grund ist die Zinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank), die den Leitzins festlegt. Dieser bestimmt, zu welchen Zinsen sich die Banken das Geld leihen können, welches sie an die Kunden als Kredite weitergeben. Dieser Leitzins liegt derzeit bei null Prozent, sodass auch die Kredite sehr günstig sind.

Das Ziel der EZB besteht darin, die Wirtschaft innerhalb von Europa wieder anzukurbeln. Dies soll durch günstige Darlehen geschehen, die in Investitionen fließen. Doch für die Banken geht der niedrige Leitzins mit einem Verlust an Einnahmen einher, da sie von den Kunden weniger Zinsen für die Darlehen erhalten. Ein niedriger Leitzins bedeutet zudem, dass weniger Menschen sparen und ihr Geld fest anlegen, sodass auch dieses Kapital den Banken verloren geht.

Durch die Erhebung von Kontoführungsgebühren möchten die Banken die Verluste ausgleichen. Daher ist es umso wichtiger, die Anbieter eines Girokontos zu vergleichen, um weiterhin eine günstige Kontoführung zu erzielen. Notfalls empfiehlt es sich, das Girokonto zu kündigen und zu einem Anbieter zu wechseln, der ein kostenfreies Konto anbietet.

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